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Einleitung
Der Dreame L40s Pro Ultra und der Xiaomi Robot Vacuum 5 Pro sind zwei High-End-Modelle aus dem Jahr 2025, die direkt im Premiumsegment miteinander konkurrieren. Beide Geräte verfügen über eine vollständige Multifunktionsstation, die nicht nur den Staubbehälter automatisch entleert, sondern auch die Mopps nach jedem Wischvorgang wäscht und trocknet. Diese Funktion stellt einen deutlichen Vorteil gegenüber einfacheren Modellen dar, da der Roboter dadurch stets mit sauberen Mopps wischt.
Das Modell von Dreame setzt auf ein doppeltes HyperStream-Anti-Tangle-Bürstensystem und punktet insbesondere bei der Akkulaufzeit, während Xiaomi einen einfahrbaren LiDAR-Sensor und eine geringere Bauhöhe bietet, wodurch der Roboter leichter unter niedrige Möbel gelangt. Beide Modelle richten sich an mittelgroße bis große Haushalte, in denen möglichst viele Reinigungsaufgaben automatisiert werden sollen.
Saugleistung und Staubsaugen
Bei der reinen Saugleistung liegt der Xiaomi Robot Vacuum 5 Pro mit 20.000 Pa leicht vor dem Dreame L40s Pro Ultra mit 19.000 Pa. Dieser Unterschied von 1.000 Pa kann sich auf mittel- oder hochflorigen Teppichen bemerkbar machen, wobei beide Modelle in der Praxis mehr als ausreichend Saugleistung für die meisten Haushalte bieten.
Deutlichere Unterschiede gibt es beim Bürstensystem. Der Dreame verfügt über eine doppelte HyperStream-Bürste, die speziell zur Vermeidung von Haarverwicklungen entwickelt wurde und insbesondere in Haushalten mit langhaarigen Haustieren interessant ist. Die beiden nur einseitig befestigten Bürsten führen Haare direkt zur Saugöffnung, ohne dass sie sich so leicht um die Bürsten wickeln. Der Xiaomi verwendet dagegen eine TriCut-3.0-Bürste, die Borsten mit integrierten Klingen kombiniert, um verhedderte Haare zu zerschneiden. Auch dieses System ist effektiv, verfolgt jedoch einen anderen technischen Ansatz.
Eine ausfahrbare Seitenbürste ist bei beiden Modellen vorhanden und verbessert die Reinigung in Ecken und entlang von Kanten. Der Dreame hebt seine Seitenbürste beim Wischen jedoch zusätzlich an, eine Funktion, die der Xiaomi nicht bietet. Dadurch wird verhindert, dass die Seitenbürste feuchten Schmutz verteilt oder beim Wischen Wasser verspritzt. Beide Modelle verfügen außerdem über Anti-Tangle-Technologie an der Seitenbürste und können beim Wischen die Hauptbürste anheben.
Wischen
Beide Roboter verfügen über ein Wischsystem mit zwei rotierenden Mopps und einer seitlichen Moppverlängerung für eine bessere Kantenreinigung. Beim Dreame drehen sich die Mopps mit 180 U/min. Zusätzlich kommt das RoboSwing-System zum Einsatz, das durch eine seitliche Bewegung die Mopps unter Möbelüberstände oder Sockelleisten führt. Auch der Xiaomi besitzt ausfahrbare Mopps, gibt jedoch weder eine konkrete Rotationsgeschwindigkeit noch ein zusätzliches Schwenksystem an.
Die Moppanhebung beträgt beim Xiaomi 15 mm gegenüber 10,5 mm beim Dreame. Diese größere Anhebung kann bei hochflorigen Teppichen oder dicken Fußmatten einen Unterschied machen, da feuchte Mopps dadurch weniger leicht mit Textilien in Kontakt kommen. Beide Modelle erkennen Verschmutzungen sowohl an den Mopps als auch auf dem Boden und passen den Wischvorgang entsprechend an.
Der Dreame verfügt über eine Funktion, die beim Xiaomi fehlt: Die Mopps können automatisch in der Station abgelegt werden. Dadurch lassen sich reine Saugvorgänge programmieren, ohne dass die Mopps manuell entfernt werden müssen. Das ist besonders praktisch, wenn regelmäßig zwischen reinem Saugen und vollständigem Saugen und Wischen gewechselt wird.
Navigationssystem
Beide Modelle nutzen eine 360°-LiDAR-Navigation, allerdings in unterschiedlicher Ausführung. Der Dreame verwendet einen klassischen LiDAR-Turm, während der Xiaomi einen einfahrbaren LiDAR-Sensor besitzt, der bei Bedarf im Gehäuse verschwindet. Diese Lösung trägt zur geringeren Gesamthöhe des Roboters bei.
Beide Modelle verfügen über eine KI-Kamera und einen nach vorne gerichteten 3D-Lasersensor zur Hinderniserkennung. Der Xiaomi erkennt bis zu 200 verschiedene Objekttypen und damit zwanzig mehr als die 180 des Dreame. Der Dreame bietet dafür eine spezielle Haustiererkennung sowie eine Vorhangerkennung, mit der er hinter Vorhängen reinigen kann. Diese beiden Funktionen fehlen beim Xiaomi. Das kann besonders interessant sein, wenn Katzen sich häufig hinter Vorhängen verstecken oder Hunde in bestimmten Bereichen viele Haare verlieren.
Bei beiden Modellen ist ein Fernzugriff auf die Kamera möglich und beide verfügen über eine LED für die Nachtsicht. Zudem bieten beide KI-basierte intelligente Reinigung und Fleckenerkennung. Dreame bezeichnet sein System konkret als CleanGenius 2.0.
Akkulaufzeit und Akku
Hier zeigt sich einer der deutlichsten Unterschiede. Der Dreame L40s Pro Ultra bietet eine angegebene Akkulaufzeit von 220 Minuten, während der Xiaomi Robot Vacuum 5 Pro 140 Minuten erreicht. Beide verwenden Akkus mit 5.200 mAh, der Dreame erzielt jedoch eine deutlich längere Laufzeit.
Der Unterschied von 80 Minuten kann in großen Wohnungen oder auf ganzen Etagen entscheidend sein. Mit 220 Minuten kann der Dreame große Flächen reinigen, ohne während des Reinigungsvorgangs nachladen zu müssen. Die 140 Minuten des Xiaomi reichen für die meisten mittelgroßen Haushalte aus, bei Flächen von mehr als 150 m² kann jedoch eine Zwischenladung erforderlich sein.
Der Dreame unterstützt zusätzlich Schnellladen, eine Funktion, die beim Xiaomi nicht vorhanden ist. Dadurch verkürzt sich die Wartezeit zwischen umfangreichen Reinigungsvorgängen.
Intelligente Funktionen
Auch bei der Hindernisüberwindung gibt es leichte Unterschiede. Der Dreame kann einzelne Schwellen bis 22 mm und doppelte Schwellen bis 40 mm überwinden, während der Xiaomi bis zu 20 mm schafft. In der Praxis kommt der Dreame dadurch etwas besser mit anspruchsvollen Übergängen zwischen Räumen oder kleinen Höhenunterschieden zurecht.
Der Dreame verfügt über einen eigenen Sprachassistenten, was der Xiaomi nicht bietet. Beide sind mit externen Sprachassistenten wie Alexa oder Google Home kompatibel. Zusätzlich unterstützt der Dreame Matter, den einheitlichen Smart-Home-Standard, während diese Funktion beim Xiaomi fehlt. Dadurch lässt sich der Dreame leichter in anspruchsvollere Smart-Home-Systeme integrieren.
Multifunktionale Reinigungsstation
Beide Stationen entleeren den Staubbehälter automatisch, waschen die Mopps und trocknen sie mit warmer Luft. Der Xiaomi wäscht seine Mopps mit 80°C heißem Wasser und liegt damit fünf Grad über den 75°C des Dreame. Beide Temperaturen eignen sich zur Entfernung von Fett und Bakterien, wobei der Xiaomi einen kleinen Temperaturvorteil bietet. Der Dreame trocknet die Mopps mit 45°C warmer Luft; auch der Xiaomi verwendet Heißluft, nennt jedoch keine konkrete Temperatur.
Der Dreame verfügt über eine selbstreinigende Waschschale der dritten Generation, während Xiaomi lediglich eine automatische Selbstreinigung angibt, ohne eine konkrete Version zu nennen. Beide Stationen führen diese Funktion automatisch aus, um Schmutzablagerungen in der Waschschale zu reduzieren.
Nur der Dreame verfügt über einen Reinigungsmitteltank in der Station. Dadurch kann Reinigungsmittel automatisch während der Moppwäsche dosiert werden. Beim Xiaomi fehlt dieser Tank, sodass die Moppwäsche ausschließlich mit Wasser erfolgt. Dies kann sich nach intensiven Wischvorgängen auf die Reinigung der Mopps auswirken.
Der Staubbeutel des Dreame ist mit 3,2 Litern größer als der 2,5-Liter-Beutel des Xiaomi. Dadurch verlängert sich der Zeitraum bis zum nächsten Beutelwechsel. Beim Wasser bietet der Dreame einen 4,5-Liter-Frischwassertank und einen 4-Liter-Schmutzwassertank, während der Xiaomi über 4 Liter Frischwasser und 3,8 Liter Schmutzwasser verfügt. Die Unterschiede sind gering, der Dreame bietet jedoch etwas mehr Kapazität.
Für den Dreame ist außerdem ein optionales Kit für den direkten Anschluss an Wasserleitung und Abfluss erhältlich, das beim Xiaomi nicht angeboten wird. Dieses Kit wird separat verkauft und ermöglicht eine direkte Verbindung der Station mit Wasserzufuhr und Abwasser, sodass die Tanks nicht mehr manuell befüllt oder entleert werden müssen.
Abmessungen
Beide Roboter haben denselben Durchmesser von 350 mm, unterscheiden sich jedoch deutlich in der Höhe. Der Xiaomi ist 88 mm hoch, während der Dreame 103,8 mm erreicht. Dieser Unterschied von fast 16 mm kann entscheidend sein, wenn niedrige Möbel, Sofas mit geringer Bodenfreiheit oder Betten mit niedrigem Rahmen vorhanden sind. Der Xiaomi erreicht solche Bereiche deutlich leichter.
Auch die Stationen unterscheiden sich in ihren Abmessungen. Die Dreame-Station ist 340 mm breit, 590,5 mm hoch und 456,7 mm tief. Die Xiaomi-Station misst 360 mm in der Breite, 572 mm in der Höhe und 470 mm in der Tiefe. Der Xiaomi ist etwas breiter und tiefer, dafür aber niedriger. Vor der Entscheidung sollte daher der verfügbare Stellplatz ausgemessen werden.
Praxiserfahrung
Der Dreame L40s Pro Ultra eignet sich dank seiner 220 Minuten Akkulaufzeit und des größeren Staubbeutels besonders für große Wohnungen, Häuser oder mehrere Etagen. Das doppelte HyperStream-Bürstensystem und die Haustiererkennung machen ihn zu einer interessanten Wahl für Haushalte mit langhaarigen Haustieren. Der Reinigungsmitteltank in der Station und die automatische Moppablage erhöhen zusätzlich den Komfort im Alltag.
Der Xiaomi Robot Vacuum 5 Pro punktet vor allem durch seine geringe Bauhöhe, mit der er leichter unter niedrige Möbel gelangt, die für andere Saugroboter unzugänglich sein können. Die größere Moppanhebung von 15 mm schützt Teppiche beim Wischen besser. Die Laufzeit von 140 Minuten reicht für mittelgroße Haushalte aus und die Saugleistung von 20.000 Pa bietet einen leichten Vorteil auf dichten Teppichen.
Beide Modelle ermöglichen dank ihrer vollständigen Multifunktionsstationen einen weitgehend autonomen Betrieb. Die Reinigung mit heißem Wasser und die Trocknung mit warmer Luft verbessern die Hygiene und reduzieren unangenehme Gerüche. Die Schmutzerkennung an Mopps und Boden optimiert zudem Wasserverbrauch und Reinigungsdauer.
Fazit: Welches Modell ist die bessere Wahl?
Wähle den Dreame L40s Pro Ultra, wenn: du in einem großen Haus oder auf mehreren Etagen wohnst und möglichst lange ohne Zwischenladung reinigen möchtest. Du hast langhaarige Haustiere und suchst ein Bürstensystem, das speziell zur Vermeidung von Haarverwicklungen entwickelt wurde. Du schätzt den Komfort eines integrierten Reinigungsmitteltanks sowie die automatische Moppablage für reine Saugvorgänge. Matter-Kompatibilität oder der integrierte Sprachassistent sind dir wichtig. Auch wenn du später eventuell ein Kit für einen direkten Wasseranschluss nachrüsten möchtest, ist der Dreame die passendere Wahl.
Wähle den Xiaomi Robot Vacuum 5 Pro, wenn: du niedrige Möbel, Betten mit geringer Bodenfreiheit oder Sofas mit wenig Abstand zum Boden hast und einen besonders flachen Roboter benötigst. Du möchtest eine hohe Moppanhebung von 15 mm, um dickere Teppiche während des Wischens besser zu schützen. Der einfahrbare LiDAR-Sensor und die dadurch geringe Bauhöhe sind für dich wichtig. Deine Wohnung ist mittelgroß und 140 Minuten Laufzeit reichen aus. Zudem legst du etwas mehr Wert auf die höhere nominelle Saugleistung von 20.000 Pa und benötigst Funktionen wie Reinigungsmitteltank oder spezielle Haustiererkennung nicht.