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Einleitung
Der Dreame L50 Pro Ultra und der Dreame L50s Pro Ultra repräsentieren zwei aufeinanderfolgende Generationen von Saugrobotern mit Multifunktionsstation des chinesischen Herstellers Dreame. Das erste Modell kam 2025 auf den Markt, während der L50s Pro Ultra das aktualisierte Modell des Jahres 2026 ist. Beide Geräte gehören zur Oberklasse und verfügen über Stationen, die die Wischpads automatisch waschen und trocknen, fortschrittliche Navigationssysteme sowie KI-Funktionen zur Hinderniserkennung.
Diese Modelle richten sich an Nutzer, die eine möglichst vollständige Automatisierung der Haushaltsreinigung wünschen und abgesehen von der grundlegenden Wartung kaum eingreifen möchten. Die Multifunktionsstation mit Heißwasserreinigung der Wischpads hebt sie von Saugrobotern der Mittelklasse ab, da die Wischpads während des Reinigungsvorgangs regelmäßig gereinigt werden und dadurch effizienter wischen können.
Saugkraft und Saugleistung
Der deutlichste Unterschied zwischen diesen beiden Dreame-Modellen liegt in der Saugkraft. Der L50s Pro Ultra erreicht 30.000 Pa und übertrifft damit die 19.500 Pa des L50 Pro Ultra um mehr als 10.000 Pa. In der Praxis bedeutet dies eine höhere Leistung beim Entfernen von tief sitzendem Schmutz aus Teppichen oder Fliesenfugen, obwohl beide Werte für die meisten Haushalte mehr als ausreichend sind.
Beide Saugroboter verfügen über das HyperStream-Doppelbürstensystem, ein exklusives Dreame-Design, das Haarverwicklungen deutlich reduziert. Diese Bürstenart ist besonders in Haushalten mit Haustieren praktisch, da sich lange Haare weniger leicht verfangen als bei herkömmlichen Borstenbürsten. Außerdem heben sowohl der L50 Pro Ultra als auch der L50s Pro Ultra ihre Hauptbürste beim Wischen an, damit sie nicht nass wird und keinen feuchten Schmutz verteilt.
Auch die Seitenbürste ist bei beiden Modellen identisch: Sie lässt sich für eine bessere Reinigung von Ecken ausfahren, wird beim Wischen angehoben und besitzt ein verhedderungsfreies Design. Durch diese Kombination kann der Roboter Ecken effektiv auskehren, ohne dass die Bürste stört, wenn ausschließlich gewischt wird.
Wischfunktion
Das Wischsystem ist bei beiden Geräten nahezu identisch. Beide verwenden zwei rotierende Wischpads, die seitlich ausgefahren werden können, um Ränder besser zu erreichen. Zusätzlich kommt das RoboSwing-System zum Einsatz, durch das der Roboter eine Schwenkbewegung ausführt und die Wischpads leicht unter Möbel oder Vorsprünge bewegen kann. Die Wischpads werden um 10,5 mm angehoben, wenn der Roboter Teppiche erkennt oder nach Abschluss der Reinigung zur Station zurückkehrt.
Die Multifunktionsstation reinigt die Wischpads bei beiden Modellen mit heißem Wasser, wodurch Fett und festsitzende Flecken besser entfernt werden. Die Trocknung erfolgt ebenfalls mit Heißluft, was den Vorgang beschleunigt und unangenehmen Gerüchen vorbeugt. Beide Modelle können die Wischpads bei einem reinen Saugdurchgang automatisch in der Station ablegen, sodass sie nicht manuell entfernt werden müssen.
Sowohl der L50 Pro Ultra als auch der L50s Pro Ultra erkennen Verschmutzungen an den Wischpads und auf dem Boden. Stellt der Roboter besonders schmutzige Bereiche fest, reinigt er diese erneut, bis die Sensoren bestätigen, dass sie sauber sind. Der Wassertank im Roboter fasst bei beiden Geräten 80 ml.
Navigationssystem
In diesem Bereich gibt es eine bedeutende technische Weiterentwicklung. Der L50 Pro Ultra verwendet ein einfahrbares LiDAR-System, während der L50s Pro Ultra mit einem 3D-LiDAR-Turm ausgestattet ist. Dieser Wechsel erklärt den Höhenunterschied zwischen den beiden Robotern: Das Modell von 2026 ist 103,8 mm hoch, das Modell von 2025 dagegen nur 89 mm. Dank des einfahrbaren LiDARs gelangt das ältere Modell leichter unter niedrige Möbel – ein echter Vorteil in Wohnungen mit flachen Sofas oder Betten.
Auch das KI-System wurde beim neueren Modell verbessert. Der L50s Pro Ultra erkennt bis zu 220 unterschiedliche Arten von Hindernissen, während der L50 Pro Ultra 180 erkennt. Beide Geräte besitzen eine doppelte Frontkamera mit LED-Nachtsicht, einen nach vorn gerichteten 3D-Lasersensor und ermöglichen den Fernzugriff auf die Kamera über die mobile App.
Beide Saugroboter nutzen CleanGenius AI, um die Reinigung an den Bodentyp und den erkannten Verschmutzungsgrad anzupassen. Sie erkennen außerdem Haustiere und Vorhänge und passen ihr Verhalten entsprechend an, damit sie Tiere nicht stören und sich nicht in herabhängenden Stoffen verfangen. Für den L50 Pro Ultra wird ein AI-Sage-13.0-Octa-Core-Prozessor angegeben; zum Chip des Modells von 2026 liegen dagegen keine Informationen vor.
Akkulaufzeit und Akku
Die Akkukapazität unterscheidet sich zwischen den beiden Modellen. Der L50 Pro Ultra verfügt über einen 6.400-mAh-Akku, der eine Laufzeit von bis zu 200 Minuten ermöglicht. Der L50s Pro Ultra besitzt einen 5.200-mAh-Akku, allerdings wird nicht angegeben, wie viele Minuten Laufzeit er bietet. Die geringere Kapazität könnte durch eine verbesserte Energieeffizienz ausgeglichen werden. Ohne konkrete Daten lässt sich der tatsächliche Einfluss in großen Wohnungen jedoch nur schwer beurteilen.
In jedem Fall kehren beide Roboter bei niedrigem Akkustand automatisch zur Station zurück und setzen die Reinigung nach dem Aufladen an der zuvor unterbrochenen Stelle fort. Für kleine oder mittelgroße Wohnungen dürfte die Akkulaufzeit beider Modelle mehr als ausreichend sein.
Intelligente Funktionen
Beide Roboter können einzelne Schwellen bis zu einer bestimmten Höhe überwinden. Dadurch können sie zwischen Räumen mit kleinen Höhenunterschieden wechseln und auf dickere Teppiche fahren. Beide Geräte besitzen einen eigenen Sprachassistenten und sind außerdem mit externen Assistenten wie Alexa oder Google Home kompatibel, sodass sie per Sprachbefehl gesteuert werden können.
Keines der beiden Modelle verfügt über einen Roboterarm. Diese Funktion findet sich bislang nur bei einigen besonders hochpreisigen Premiumrobotern, die kleinere Gegenstände vor der Reinigung vom Boden entfernen können.
Multifunktions-Reinigungsstation
Die Multifunktionsstation ist bei beiden Modellen identisch. Sie besitzt eine Selbstreinigung der dritten Generation für die Waschschale, einen Reinigungsmittelbehälter zur automatischen Dosierung beim Waschen der Wischpads und kann über ein separat erhältliches Anschlussset mit der Wasserleitung und dem Abfluss verbunden werden.
Der Staubbeutel fasst bei beiden Modellen 3,2 Liter und reicht damit für mehrere Wochen, ohne gewechselt werden zu müssen. Die Behälter für Frisch- und Schmutzwasser fassen 4,5 beziehungsweise 4 Liter. Diese großzügigen Kapazitäten reduzieren die Häufigkeit des Nachfüllens und Entleerens. Keines der beiden Modelle besitzt serienmäßig eine UV-Desinfektion oder einen direkten Wasseranschluss.
Abmessungen
Der Durchmesser ist bei beiden Robotern identisch und beträgt 350 mm. Bei der Höhe gibt es dagegen einen deutlichen Unterschied. Der L50 Pro Ultra ist 89 mm hoch, während der L50s Pro Ultra 103,8 mm erreicht. Dieser Unterschied von fast 15 mm kann in Haushalten mit niedrigen Möbeln entscheidend sein. Das Modell von 2025 gelangt leichter unter Sofas oder Betten.
Die Abmessungen der Station sind nahezu identisch: 340 mm Breite, etwa 590 mm Höhe und ungefähr 457 mm Tiefe. Für die Station sollte ein gut zugänglicher Platz vorgesehen werden, da der Roboter frontal andocken muss, um den Staubbehälter zu entleeren und die Wischpads zu reinigen.
Erfahrungen im Alltag
In Haushalten mit Haustieren reduziert das HyperStream-Doppelbürstensystem beider Modelle den Wartungsaufwand erheblich, da sich weniger Haare verfangen. Die höhere Saugkraft des L50s Pro Ultra eignet sich besser für dicke Teppiche oder Teppichböden. Die 19.500 Pa des L50 Pro Ultra bieten für die meisten Haushalte jedoch bereits mehr als genug Leistung.
In Wohnungen mit niedrigen Möbeln hat der L50 Pro Ultra dank seiner Höhe von 89 mm einen klaren Vorteil. Er kann unter Sofas und Betten reinigen, die für das Modell von 2026 möglicherweise nicht zugänglich sind. Gibt es im Haushalt keine derart niedrigen Bereiche, verliert dieser Unterschied an Bedeutung.
Auch die Größe des Staubbehälters beeinflusst die Nutzung im Alltag. Der L50 Pro Ultra bietet 395 ml, während der L50s Pro Ultra lediglich 250 ml fasst. In der Praxis kann das ältere Modell dadurch mehr Schmutz aufnehmen, bevor es zur automatischen Entleerung zur Station zurückkehrt. Bei längeren Reinigungsvorgängen kann dies die benötigte Gesamtzeit geringfügig verkürzen.
Die Laufzeit von 200 Minuten ist beim L50 Pro Ultra bestätigt, während für den L50s Pro Ultra keine entsprechenden Angaben verfügbar sind. In großen Wohnungen kann dies darüber entscheiden, ob der Roboter die Reinigung in einem Durchgang abschließt oder zwischendurch mehrfach aufladen muss.
Fazit: Welches Modell sollte man wählen?
Wähle den Dreame L50 Pro Ultra, wenn: du niedrige Möbel besitzt, unter denen der Roboter regelmäßig reinigen soll, denn seine Höhe von 89 mm erleichtert den Zugang zu diesen Bereichen. Er eignet sich außerdem besser, wenn du Wert auf eine bestätigte Laufzeit von 200 Minuten oder einen größeren Staubbehälter im Roboter mit 395 ml legst. Der 6.400-mAh-Akku bietet zusätzliche Sicherheit in großen Wohnungen.
Wähle den Dreame L50s Pro Ultra, wenn: du die höchstmögliche Saugkraft von 30.000 Pa suchst, die besonders in Haushalten mit dicken Teppichen oder stark haarenden Haustieren nützlich ist. Die erweiterte Erkennung von 220 Hindernisarten bietet ebenfalls Vorteile in Wohnungen, in denen häufig Gegenstände auf dem Boden liegen. Wenn die größere Bauhöhe unter deinen Möbeln kein Problem darstellt, ist dieses Modell die technisch aktuellere Weiterentwicklung der Baureihe.