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Einleitung
Dreame bietet innerhalb seiner Ultra-Produktreihe zwei Modelle an, die zwar einen ähnlichen Namen tragen, aber unterschiedlichen Generationen angehören. Der Dreame L10s Ultra Gen 3 kam im November 2025 als dritte Generation eines der beliebtesten Modelle der Marke auf den Markt. Der Dreame L40 Ultra erschien bereits 2024 und ist innerhalb des Sortiments höher positioniert. Beide sind Saugroboter mit einer vollständigen Multifunktionsstation, die selbstständig saugen und wischen können, während die Station das Waschen und Trocknen der Wischpads übernimmt.
Der Hauptunterschied liegt in der jeweiligen Ausrichtung: Der L10s Ultra Gen 3 setzt auf eine deutlich höhere Saugkraft und eine längere Akkulaufzeit, während der L40 Ultra mit fortschrittlicher künstlicher Intelligenz und ausgefeilteren Erkennungsfunktionen punktet. Für Haushalte, die maximale Saugkraft benötigen, oder große Wohnungen, in denen die Laufzeit entscheidend ist, kann das neuere Modell interessant sein. Liegt der Schwerpunkt dagegen auf einer intelligenteren Navigation mit Doppelkamera und fortschrittlicher Objekterkennung, bleibt der L40 Ultra eine überzeugende Wahl.
Saugkraft und Saugleistung
Der auffälligste Unterschied liegt in der Saugkraft. Der Dreame L10s Ultra Gen 3 erreicht mit seinem Vormax-System 25.000 Pa und bietet damit mehr als doppelt so viel Saugkraft wie die 11.000 Pa im Turbo-Modus des L40 Ultra. In der Praxis bedeutet dies eine höhere Leistung beim Entfernen von tief sitzendem Schmutz aus Teppichen und beim Aufsaugen schwererer Partikel wie Sand oder kleinen Steinchen. In Haushalten mit stark haarenden Haustieren oder hoher Staubbelastung kann dieser Wert einen spürbaren Unterschied machen.
Auch die Bürstensysteme unterscheiden sich. Der L10s Ultra Gen 3 besitzt eine einfache Hauptbürste, an der eine Anti-Tangle-Lösung angebracht werden kann. Beim L40 Ultra ist dagegen serienmäßig TriCut 3.0 installiert. Dieses System kombiniert Borsten mit Klingen, die lange Haare durchtrennen, bevor sie sich um die Bürste wickeln. Das ist besonders in Haushalten mit langhaarigen Personen oder Haustieren mit dichtem Fell praktisch.
Beide Modelle verfügen über eine ausfahrbare Seitenbürste, die die Reinigung in Ecken verbessert. Der L40 Ultra bietet jedoch zwei zusätzliche Vorteile: Er hebt beim Wischen sowohl die Haupt- als auch die Seitenbürste an. Dadurch werden die Bürsten nicht nass und verteilen keinen trockenen Schmutz auf dem feuchten Boden. Seine Seitenbürste besitzt außerdem eine Anti-Tangle-Technologie. Der L10s Ultra Gen 3 hebt keine der beiden Bürsten an und bietet bei der Seitenbürste keinen speziellen Verhedderungsschutz.
Wischfunktion
Beide Geräte wischen mit zwei rotierenden Wischpads, die sich mithilfe des 3.0-Systems mit RoboSwing seitlich ausfahren lassen. Die dabei erzeugte Schwenkbewegung ermöglicht eine bessere Reinigung entlang von Fußleisten und in Ecken. Die Wischpads lassen sich bei beiden Modellen um 10,5 mm anheben, was ausreicht, um dünne Teppiche zu überqueren, ohne sie zu befeuchten.
Der entscheidende Unterschied liegt in der Reinigung der Wischpads. Der Dreame L40 Ultra wäscht sie mit 65 °C heißem Wasser, wodurch Fett besser gelöst und Bakterien effektiver entfernt werden können. Der L10s Ultra Gen 3 verwendet kaltes Wasser, das bei hartnäckigen oder fettigen Flecken weniger wirksam ist. Die Trocknung funktioniert bei beiden Modellen gleich und erfolgt mit 45 °C warmer Luft.
Nur der L40 Ultra kann die Wischpads automatisch in der Station ablegen, wenn ausschließlich gesaugt werden soll. Das ist besonders praktisch in Haushalten mit einer Kombination aus Hartböden und Teppichbereichen. Er erkennt außerdem Verschmutzungen an den Wischpads und auf dem Boden, sodass er die Pads erneut waschen oder besonders schmutzige Bereiche noch einmal reinigen kann. Dem L10s Ultra Gen 3 fehlen diese Sensoren und die automatische Ablage der Wischpads.
Navigationssystem
Beide Roboter verwenden einen 3D-LiDAR-Turm und einen nach vorn gerichteten Lasersensor zur Hindernisvermeidung. Sie erkennen Haustiere und nutzen CleanGenius, um die Reinigung an die jeweilige Oberfläche anzupassen.
Den technologischen Unterschied macht die Doppelkamera des L40 Ultra aus. Mit ihr erkennt er bis zu 100 verschiedene Arten von Hindernissen, identifiziert Vorhänge, um sich nicht darin zu verfangen, und nutzt eine LED für die Navigation bei Dunkelheit. Zudem ermöglicht er den Fernzugriff auf die Kamera über die App. Dadurch kann der Roboter gelegentlich zur Überwachung oder Kontrolle des Zuhauses eingesetzt werden, wenn niemand vor Ort ist. Der L10s Ultra Gen 3 besitzt keine Kamera. Seine Objekterkennung ist daher eingeschränkter, und er bietet weder Fernzugriff noch eine Vorhangerkennung.
Auch der Prozessor unterscheidet sich: Der L40 Ultra verwendet den AI-Sage-11.0-Algorithmus in Verbindung mit einem Qualcomm-Chip, während für den L10s Ultra Gen 3 keine CPU angegeben wird. Eine KI-basierte Fleckenerkennung besitzt ebenfalls nur der L40 Ultra.
Akkulaufzeit und Akku
Die Akkukapazität ist bei beiden Modellen identisch und beträgt 5.200 mAh. Der Unterschied liegt im Energiemanagement. Der Dreame L10s Ultra Gen 3 erreicht eine Laufzeit von 231 Minuten, während der L40 Ultra 194 Minuten bietet. Dieser Unterschied von fast 40 Minuten kann in großen Wohnungen oder Häusern mit vielen Räumen entscheidend sein.
In Wohnungen mit mehr als 150 Quadratmetern können diese zusätzlichen Minuten dazu beitragen, die Reinigung ohne zwischenzeitliches Aufladen abzuschließen. Für kleine und mittelgroße Wohnungen ist die Laufzeit des L40 Ultra mehr als ausreichend. Für keines der beiden Modelle werden eine maximal empfohlene Fläche oder die vollständige Ladezeit angegeben.
Intelligente Funktionen
Der Dreame L10s Ultra Gen 3 kann Hindernisse bis zu einer Höhe von 20 mm überwinden, während der L40 Ultra 22 mm bewältigt. Der Unterschied ist gering, kann sich aber beim Überqueren kleiner Höhenunterschiede wie Türschwellen oder den Rändern dicker Teppiche bemerkbar machen.
Der L40 Ultra verfügt über einen eigenen Sprachassistenten namens Simple, über den direkte Befehle erteilt werden können, ohne die App oder einen externen Assistenten zu verwenden. Der L10s Ultra Gen 3 besitzt diese Funktion nicht. Keines der beiden Modelle ist mit einem Roboterarm ausgestattet.
Multifunktions-Reinigungsstation
Die beiden Stationen besitzen die gleichen Kapazitäten: einen 3,2-Liter-Staubbeutel, einen 4,5-Liter-Frischwasserbehälter und einen 4-Liter-Schmutzwasserbehälter. Beide verfügen über einen Reinigungsmittelbehälter und können mit einem optionalen Anschlussset für Wasserleitung und Abfluss erweitert werden, das separat erhältlich ist. Eine serienmäßige Wasserinstallation oder UV-Desinfektion bieten sie nicht.
Der Unterschied liegt in der Selbstreinigung der Waschschale. Der L10s Ultra Gen 3 verwendet ein System der dritten Generation, während der L40 Ultra mit der zweiten Generation ausgestattet ist. Das neuere Modell reinigt die Waschschale, in der die Wischpads ausgewaschen werden, dadurch effizienter und reduziert den manuellen Wartungsaufwand.
Abmessungen
Der Durchmesser ist mit 350 mm bei beiden Modellen identisch. Bei der Höhe liegt der L10s Ultra Gen 3 mit 97 mm vor dem 103,8 mm hohen L40 Ultra. Dieser Unterschied von knapp sieben Millimetern kann darüber entscheiden, ob der Roboter unter niedrige Möbel, Sofas oder Betten mit geringer Bodenfreiheit passt.
Die Stationen sind nahezu gleich groß: 340 mm breit, ungefähr 590 mm hoch und 457 mm tief. Die Unterschiede liegen lediglich im Millimeterbereich und wirken sich nicht merklich auf den benötigten Stellplatz aus.
Erfahrungen im Alltag
Der Dreame L10s Ultra Gen 3 eignet sich gut für große Wohnungen, in denen Akkulaufzeit und Saugkraft Priorität haben. Seine geringere Höhe macht ihn außerdem ideal für Haushalte mit niedrigen Möbeln. Das Fehlen einer Kamera und einer fortschrittlichen Schmutzerkennung kann allerdings ein Nachteil sein, wenn ein Roboter gesucht wird, der seine Reinigung besonders intelligent anpasst. Auch das Waschen der Wischpads mit kaltem Wasser verringert die Wirksamkeit bei hartnäckigen Flecken.
Der L40 Ultra überzeugt in Haushalten, in denen künstliche Intelligenz und eine präzise Objekterkennung wichtig sind. Die Doppelkamera mit Fernzugriff erhöht seine Vielseitigkeit, während das Waschen der Wischpads bei 65 °C das Wischergebnis deutlich verbessert. Die serienmäßig installierte TriCut-3.0-Bürste reduziert den Wartungsaufwand in Haushalten mit Haustieren oder langen Haaren. Durch die Bürstenanhebung beim Wischen werden die Bürsten nicht nass und verteilen keinen trockenen Schmutz – ein Problem, das der L10s Ultra Gen 3 nicht auf die gleiche Weise löst.
Für Haushalte mit dicken Teppichen oder stark verschmutzten Böden macht die Saugkraft von 25.000 Pa den L10s Ultra Gen 3 zur stärkeren Wahl. Liegt der Schwerpunkt auf einer effektiveren Wischreinigung und einem Roboter, der Flecken erkennt und seine Reinigung selbstständig anpasst, bietet der L40 Ultra das höhere Intelligenzniveau.
Fazit: Welches Modell sollte man wählen?
Wähle den Dreame L10s Ultra Gen 3, wenn du in einem großen Haus wohnst, in dem die Laufzeit von 231 Minuten benötigt wird, maximale Saugkraft für Teppiche oder stark verschmutzte Böden suchst oder niedrige Möbel besitzt und einen nur 97 mm hohen Roboter benötigst. Er ist außerdem die bessere Wahl, wenn du die Selbstreinigung der Waschschale der dritten Generation bevorzugst und keine fortschrittlichen Kamera- oder Schmutzerkennungsfunktionen benötigst.
Wähle den Dreame L40 Ultra, wenn du einen Roboter mit fortschrittlicher künstlicher Intelligenz, Doppelkamera, Fernzugriff und der Erkennung von bis zu 100 Arten von Hindernissen suchst. Dank der verhedderungsfreien TriCut-3.0-Bürste eignet er sich besonders für Haushalte mit Haustieren. Er ist ebenfalls die bessere Wahl, wenn du das Waschen der Wischpads mit 65 °C heißem Wasser für ein effektiveres Wischergebnis schätzt. Die Schmutzerkennung auf dem Boden und an den Wischpads sowie die Bürstenanhebung beim Wischen machen ihn zu einer umfassenderen Lösung für Nutzer, die maximale Automatisierung und minimalen Wartungsaufwand wünschen.